Gedenken an ehemaliger Synagoge in Birkenfeld
12. November 2010Am Gedenkstein an der ehemaligen Synagoge in Birkenfeld gedachten Vertreter der Birkenfelder SPD gestern der Opfer des Holocaust. Die Stadträte Ruth Keller und Andreas Theis lasen dabei die Namen der bekannten Opfer aus Birkenfeld vor und ging auf deren Schicksale ein. Ich erläuterte die historische Bedeutung des 9. November, wobei er vor allem auf die Reichspogromnacht am 9. November 1938 einging. Der OV-Vorsitzende Holger Noß erläuterte die Geschichte der Birkenfelder Synagoge. Diese wurde 1862/63 in der Schlossallee gebaut. Bereits im Mai 1938 war die Synagoge an den Kreiskommunalverband verkauft worden, der im Gebäude Archivräume für das Landratsamt einrichten wollte. Dies hinderte die Nationalsozialisten trotzdem nicht daran, in der Pogromnacht 1938 das Gebäude zu verwüsten und in Brand zu setzen. 1939 wurde das Grundstück schließlich von der Forstverwaltung übernommen. Seit 1988 erinnert ein Gedenkstein an die ehemalige Synagoge. Fraktionsvorsitzender Helmut Schott ergänzte die Ausführungen und berichtete über die Gedenkarbeit der Birkenfelder SPD in den vergangenen Jahrzehnten. Ich bin froh darüber, dass diese wertvolle Erinnerungsarbeit geleistet wird.